Schüler helfen Sperlingen

Spatzenprojekt der Langener Albert-Schweitzer-Schule

Früher gehörten Haussperlinge zu den häufigsten Vogelarten in Deutschland. Mittlerweile finden die geselligen Vögel immer weniger Nahrung und Brutplätze in den modernen Siedlungsbereichen. Dies führt zu einem Rückgang der Art. Auch die Bestände des verwandten Feldsperlings gehen immer weiter zurück. Die Schüler der Albert-Schweitzer-Schule wollen daher den gefiederten Freunden helfen und haben in Eigenregie ein Spatzenprojekt ins Leben gerufen. Um Nistkästen für die Tiere zu bauen, wurden Kinderinterviews geführt, Sponsoren gesucht und Bauanleitungen ausprobiert. Unterstützt wurde das Ganze vom Förderverein der Schule, unterstützt vom NABU Langen-Egelsbach, der städtischen Umweltberatung und den Kommunalen Betrieben Langen (KBL).

Ein Schulhalbjahr lernten die Mädchen und Jungen viel über die Lebensweise der Tiere, sie bauten auch Nistkästen für sie. So konnten schon 53 Nisthilfen in Oberlinden und Neurott aufgehängt werden. Drei schenkten sie der Stadt Langen für ihre Hilfe. Ein Mitarbeiter der KBL hängte die Spatzenhotels Ende September in Bäumen auf dem Langener Friedhof auf. Anschließend gab es für alle noch eine kleine Naturführung auf dem Gottesacker.

Stolz präsentieren die Schülerinnen und Schüler der Albert-Schweitzer-Schule ihre selbstgebauten Nistkästen.
Foto: Stadt Langen

 

Und das Projekt geht noch weiter: In den kommenden Wochen wollen die Schüler noch weitere Nistkästen verteilen, von denen drei am Schloss Wolfsgarten aufgehängt werden und einige mehr im Stadtgebiet Langen.

Gerade für die Haussperlinge sind solche Nistmöglichkeiten sehr wichtig. Denn die pfiffigen Gesellen sind sehr ortstreu und entfernen sich ganzjährig kaum mehr als 500 Meter von ihrem Brutplatz. Weibchen und Männchen halten sich dabei die Treue und bleiben ein Leben lang zusammen. Da Haussperlinge gerne gesellig leben, sind Nistkästen, die mehreren Brutpaaren Platz bieten, ein gutes Quartier. Diese „Reihenhäuser“ haben zwar ein gemeinsames Einschlupfloch, aber getrennte Brutkammern. Ein idealer Platz dafür ist beispielsweise unter dem Dachüberstand auf der Ostseite des Hauses oder an Bäumen. Für Ordnung sorgen die Vögel beim regelmäßigen Reinigen der Niststätte selbst. Bauanleitungen für Spatzenhäuser gibt es im Internet, fertige Nistkästen können im Fachhandel oder online gekauft werden.

Die kleinen grauen Flugkünstler freuen sich auch über eine Sandschale zum Trockenbad oder eine katzensichere Vogeltränke. Diese sollte regelmäßig gereinigt und mit Frischwasser gefüllt werden. Als Körnerfresser mögen sie Sonnenblumenkerne, Hanfsamen oder Getreidesamen wie Weizen oder Hafer. Darüber hinaus eignen sich Mohn, Leinsamen und zerkleinerte Erdnüsse ebenfalls für die Winterfütterung.

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